Der Weg zum Führerausweis

Um vom Lernfahrausweis zum unbefristeten Führerausweis zu gelangen muss man einige Stationen durchlaufen. Dies kann zu Unklarheiten und Verwirrung führen. Aus diesem Grund möchte ich dir gerne Schritt für Schritt die Stationen vom Kompetenzerwerb des Führerausweises genauer erläutern.

Um überhaupt einen Lernfahrausweis in der Schweiz beantragen zu können muss man den Wohnsitz in der Schweiz haben.

Für die Kategorie B gilt das Mindestalter von 18 Jahren.

Hat man beide oben erwähnte Prioritäten erfüllt gilt es sich einem Sehtest beim Optiker zu unterziehen. Der Sehtest darf nicht mehr als 24 Monate zurückliegen.

Gesuche für die Erteilung eines Lernfahrausweises in deinem Kanton findest du wie folgt:

Als nächster Schritt gilt es, den Nothelfer Kurs zu absolvieren. Der Kurs darf nicht mehr als 6 Jahre zurückliegen.

Es gibt natürlich verschiedene Wege für die Theorieprüfung zu lernen. Zum einen bieten viele Fahrschulen Theoriekurse an, bei denen man das nötige Fachwissen über die Verkehrsregeltheorie erlernen kann. Oder der Lernende wendet die Selbstlernmethodik via Internet, CD`s oder über eine der verschiedenen App`s für das Smartphone an.

Das Anmelden zur Theorieprüfung kann via Internet oder telefonisch gemacht werden.

Die Theorieprüfung der Kategorie B ist eine Multiple Choice Prüfung. Es stehen 45 Minuten für die Beantwortung von 50 Fragen zur Verfügung. Das Maximum an Punkten beträgt 150 Punkte von denen man mindestens 135 erreichen muss. Das heisst 15 Fehlerpunkte sind erlaubt, um die Theorieprüfung zu bestehen.

Nach bestandener Theorieprüfung wird der Lernfahrausweis per Post zugestellt.

Verkehrskundeunterricht

Ist man im Besitz des Lernfahrausweises, ist der nächste Schritt der Besuch des Verkehrskundeunterrichts. Den Verkehrskundeunterricht absolviert man bei einer Fahrschule. Sinnvoll ist es diesen im Anschluss an die  Theorieprüfung zu absolvieren, zu Beginn des praktischen Fahrunterrichts. Bei der Anmeldung zur praktischen Prüfung muss der Besuch des Verkehrskundeunterrichts nachgewiesen werden, ansonsten besteht keine Zulassung zur praktischen Prüfung. Der Kurs muss mit der Lektion 1 beginnen und kann in beliebiger Reihenfolge fortgesetzt werden. Der Kurs besteht aus 4 x 2 Lektionen à 45 Minuten.

Fahrstunden absolvieren

Ab sofort ist es empfehlenswert, Fahrstunden bei einem vom Schüler ausgewählten Fahrlehrer zu absolvieren . Fahrstunden können auch parallel zum Verkehrskundeunterricht getätigt werden. Lernfahrten darf man auch privat ausüben. Hierzu gilt es aber diverse Regeln zu beachten (SVG Art.15). Private Lernfahrten können Fahrstunden bei einem Fahrlehrer ergänzen, aber keinesfalls ersetzen.

Zur praktischen Prüfung anmelden

Die Anmeldung zur praktischen Führerprüfung erfolgt via Fahrlehrer oder persönlich durch den Prüfling. Die Teilnahmebestätigung des Verkehrskundeunterrichts (falls verlangt) ist vor der Anmeldung dem zuständigen Verkehrsamt einzureichen.

Nach bestandener praktischer Führerprüfung wird am Schalter des Verkehrsamtes sogleich ein Führerausweis auf Probe in Kreditkartenformat (FAP) ausgestellt. Die Kosten für die praktische Prüfung sowie der Führerausweis auf Probe sind am Schalter direkt zu begleichen.

Mit der Weiterausbildung wird die Grundausbildung fortgesetzt. Dabei sollen erste praktische Erfahrungen als Lenker/in eines Motorfahrzeuges verarbeitet und das eigene Verhalten im Strassenverkehr überprüft werden. Dies geschieht im Rahmen von zwei je 8 Stunden dauernden Weiterausbildungskursen. Gemäss (VZV Art.27 Abs.1) sollte der erste Kurstag innerhalb von sechs Monaten nach dem Erwerb des Führerausweises auf Probe besucht werden.

Im Weiterausbildungskurs werden praktische Übungen auf abgesperrten Pisten ausgeführt. Auch werden wichtige Erfahrungen und die Reaktionsweise analysiert. Es wird z.B. die Rutschgefahr auf nassen Strassen simuliert, welche anhand von Leitkegeln im Slalom umfahren werden müssen (Bild oben). Oder es wird eine Vollbremsung geübt, wobei man vor einer durch Wasser bestehende Mauer zum Stillstand kommen muss. Das Auffangen und unter Kontrolle bringen des Fahrzeuges bei einem Heckausbruch gehört ebenfalls zum Kursprogramm. Dieser Vorgang wird durch eine sogenannte Schleuderplatte ausgelöst. Grundsätzlich sollten die Kurse mit dem eigenen Fahrzeug besucht werden. Steht dir privat kein Fahrzeug zur Verfügung, kann dir der Kursveranstalter eines zur Verfügung stellen.